Elio Galen (keine Pronomen) hat einen Bachelor-Abschluss in Restaurierung und Konservierung von audiovisuellem Kulturerbe und absolviert derzeit im vierten Semester ein Masterstudium in Museumsmanagement und -kommunikation an der HTW Berlin. Im Rahmen des Studierendenprojekts „1884/85-1994: 110 Jahre antikolonialer Widerstand I The Struggle: Südafrikaner*innen im Berliner Exil“ übernahm Elio die Leitung der internen und externen Kommunikation und agierte als Awareness-Person.
Elio Galen ist Referent:in der Session Nachwuchsforum – Wie demokratisieren wir das Museum von innen? am Montag, 5. Mai, 15 Uhr.
Vorstellung des Praxisprojekts „The Struggle“
Im Rahmen des einjährigen Praxisprojekts haben acht Studierende, einschließlich mir, eine ergänzende Ausstellung innerhalb der Dauerausstellung BerlinZEIT im Ephraim-Palais des Stadtmuseums realisiert. Die Ausstellung des Stadtmuseums erzählt tlie Geschichte Berlins seit dem 15. Jahrhundert. Wir haben uns der chronologischen Ordnung angepasst und sie thematisch durch tlie Beleuchtung von Wider standskämpfen gegen Kolonialismus und Apartheid im sudlichen Afrika kontrastiert.
Die Eroffnung fand am 17. Oktober 2024 statt, und tlie Ausstellung ist nach bis zum 15. Juni 2025 im Ephraim-Palais zu sehen.
Das Stadtmuseum hat uns tlie Moglichkeit gegeben, am kuratorischen Prozess mitzuwirken. Dadurch hatten wir als Studierende tlie Chance, Einblicke in interne Abläufe zu erhalten und vor dem Einstieg ins Berufsleben wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Uns wurde das Vertrauen geschenkt, tlie Inhalte und tlie Umsetzung eigenständig zu planen, wobei wir lediglich organisatorisch und finanziell vom Stadtmuseum unterstťitzt wurden.
Das Projekt halte ich in Bezug auf das Thema Interne Teilhabe gestalten für besonders relevant, da wir als Nachwuchskräfte ein Projekt realisieren konnten, das üblicherweise von erfahrenen und ausgebildeten Kurator:innen durchgeführt wird. Jungen Menschen das Gefühl zu geben, dass sie einen wertvollen Beitrag leisten können, betrachte ich als ein zentrales Element von Teilhabe im Museum. Zudem konnten wir eine erweiterte Perspektive einbringen und neue thematische Schwerpunkte setzen, die sowohl inhaltlich als auch in der Zusammenarbeit demokratische Prozesse widerspiegeln.
Ich würde mich freuen, im Rahmen der Kurzvorträge über die Herausforderungen und Erfolge der Kooperation zwischen den Studierenden und dem Stadtmuseum sowie über deren Zusammenhang mit Teilhabeprozessen zu referieren.