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Bildung und Vermittlung

Nachhaltigkeit bedeutet ein konsequentes Umdenken im gesamten Betrieb. Dieser Transformationsprozess funktioniert am besten, wenn alle mitziehen. Führungskräfte und Personalvertretungen sollten sich den Nachhaltigkeitsprozess ein Stück zu eigen machen und diesen von Anfang an unterstützend begleiten. Durch eine offene und transparente Kommunikation können Sie modellhaft zeigen, wie die Umstellung auf ein ressourcenschonendes und sozial gerechtes Arbeiten auf den Weg gebracht werden kann.

Tipps für Nachhaltigkeitskommunikation im Museum:

  • Binden Sie Ihre Mitarbeiter:innen von Anfang an aktiv in den Nachhaltigkeitsprozess mit ein.
  • Machen Sie Ihr Engagement im Bereich Nachhaltigkeit öffentlich. Sensibilisieren Sie dadurch Externe und mobilisieren Sie diese zum eigenen nachhaltigen Handeln.
  • Kommunizieren Sie offen und transparent über Fortschritte, Fehlschläge und den Umgang mit Zielkonflikten.
  • Bieten Sie Besucher:innen die Möglichkeit des kommunikativen Austauschs über Ihren Nachhaltigkeitsprozess.
  • Holen Sie sich bei Bedarf professionelle Unterstützung und stellen Sie eine Nachhaltigkeitskommunikationsstrategie auf. 
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So gelingt Nachhaltigkeitskommunikation nach innen und nach außen.

Museen können Visionen einer besseren Zukunft und neue Wertevorstellungen in die Breite tragen und als Multiplikatoren einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft leisten. Dabei spielen Bildung und Vermittlung eine zentrale Schlüsselrolle.

Durch ihre Bildungsformate, Veranstaltungen und Ausstellungen können Museen Menschen ermutigen und befähigen, ihre Rolle beim Klima- und Umweltschutz zu verstehen und diese aktiv einzunehmen. Die Ansätze der UNESCO-Bildungskampagne Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) können dabei ein hilfreiches Rahmenwerk bieten.

Zudem sind die 17 Ziele zur nachhaltigen Entwicklung der Vereinten Nationen hervorragende, allgemeingültige Entwicklungsziele für eine nachhaltige Veränderung der Gesellschaft auf ökonomischer, sozialer und ökologischer Ebene. Sie bieten einen idealen inhaltlichen Rahmen für die gesellschaftliche Rolle von Museen und ihren Bildungsauftrag. Museen können sich aktiv mit den 17 Zielen zur nachhaltigen Entwicklung auseinandersetzen und ihre Sammlungen und deren Interpretation danach ausrichten und erweitern.

Tipps für eine nachhaltige Bildung und Vermittlung:

  • Reflektieren Sie die Bezugspunkte zu den 17 Zielen zur nachhaltigen Entwicklung der Agenda 2030 (SDGs) in Ihrer Bildungs- und Vermittlungsarbeit und richten Sie Ihr inhaltliches Programm nach dem Wertehorizont der SDGs aus.
  • Setzen Sie verstärkt Methoden ein, die partizipatives, forschendes und diskursives Lernen unterstützen.
  • Vermitteln Sie Nachhaltigkeitsthemen nicht nur als zusätzliche Bildungsinhalte, sondern verankern Sie Themen der Nachhaltigkeit ganzheitlich in Ihrem inhaltlichen Programm und der Vermittlungsarbeit.
  • Prüfen Sie die Möglichkeit, eine Zertifizierung im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) durchzuführen, und ermöglichen Sie Ihren Mitarbeiter:innen entsprechende Weiterbildungen.

Weitere Informationen und Hinweise erhalten Sie in unserem Leitfaden „Bildung und Vermittlung gestalten“ und in den Qualitätsrichtlinien des Bundesverbandes für Museumspädagogik (BVMP).

Kinder bauen eine „Mut-Maschine“ mit den Künstler:innen Lena Hällmayer und Steffen Lars Popp. Ferienkurs zur Ausstellung „Wandelmut“ 2022 im Museum Sinclair-Haus Foto: Stiftung Kunst und Natur, Museum Sinclair-Haus

Die Kunstvermittlerin Kristine Preuß über die Rolle von Kultureller Bildung und Nachhaltigkeit im Museum und über den Umgang mit Gefühlen wie Trauer und Angst im Angesicht der Erderwärmung.

Foto: Landesmuseum Mensch und Natur, Oldenburg

Wie kann ein Museum Verständnis für Klimaveränderungen und Natursensibilität in der Gesellschaft herstellen? Projektleiterin Saskia Benthack berichtet von ihren ersten Erfahrungen aus dem partizipativen Großprojekt in den denkmalgeschützten Gartendenkmälern.

Werkstatt-Ausstellung „MORGEN in Brandenburg. Werkstatt für Zukünfte“ Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, Potsdam 5.2.-5.6.2022 Fotos: Thomas Bruns © BKG

Das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte fragt gemeinsam mit rund 30 zivilgesellschaftlichen Partner:innen nach nachhaltigen lokalen Praktiken angesichts globaler Herausforderungen. Andrea Wieloch hat das Projekt „MORGEN in Brandenburg. Werkstatt für Zukünfte“ geleitet. 

17 Museen aus Österreich rückten jeweils eines der 17 SDGs in den Fokus ihrer inhaltlichen Arbeit. Lesen Sie hier die Ergebnisse und Erfahrungsberichte aus dem Projekt.